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Donnerstag, 3. Mai 2012
Lang angekündigt: Resumée
leni_in_guildford, 11:41h
So ihr Lieben,
vielleicht seid ihr gespannt drauf, vielleicht auch nicht...
Zu meiner Zusammenfassung: Ich könnt da wahrscheinlich Stunden drüber philosophieren, aber vielleicht schaffe ich ja, es relativ kurz zu halten!
GANZ KURZ:
ES HAT MIR VIEL GEBRACHT UND MICH HOFFENTLICH MERKBAR VERÄNDERT (ICH MERKE ES JEDENFALLS) UND ICH WÜRD ES IMMER WIEDER GENAUSO MACHEN - EGAL WAS JETZT KOMMT!
zum AuPair:
AuPair ist ein Knochenjob, es ist nicht immer einfach, genau das sollte man vorher wissen, wenn man sich für soetwas entscheidet! Ich glaube, ich gehöre zu denen, die an diesen Job - und genau als das sollte man es vielleicht sehen - sehr realistisch drangegangen sind, und trotzdem was er noch anstrengender als ich es mir gedacht habe!
Man lebt halt in einer fremden Familie und bekommt alles mit - wirklich alles! Und man ist als Hilfe in dieser Familie, was auch bedeutet, dass man immer der Doofe sozusagen ist!
Sowas wie: Meine Gastmutter kommt nach 8 Monaten morgens in die Küche und sagt: Hattest du damals eigentlich eine Liste mit Aufgaben? Und ich: nee! Sie: okay, du hast nämlich einige Sachen nicht gemacht, die du hättest machen sollen! Ich schreib eine und geb sie Betty, heißt, in den nächsten 2 Wochen sind die Sachen vielleicht anders! - hätte sie mir ja nichtmal vor 7 Monaten oder so sagen können?! Ich hab mich auch nur ganz leicht vor den Kopf gestoßen gefühlt!
Klingt sehr negativ - ich weiß - das ist es nicht, denn, es hat auch seine tollen Seiten! Die Kinder - und in meinem Falle gerade Ottie (die Kleine) - hat mir unwahrscheinlich viel gegeben!
Vielleicht ist es das gebraucht werden, oder auch das lieb haben, ich weiß es nicht! Und gerade sie mit ihrer Diabetes - sie hadert nicht damit, weil sie einfach nicht weiß, wie das geht! Ich hoffe, dass ich davon noch viel mitnehmen kann!
Izzy ist einfach wahnsinnig offen und lässt sich sofort auf neue Leute ein, was bei Ottie anders ist, und sie hat auch alle Menschen immer sofort sehr gern! Ich hoffe, dass ich von ihrer positiven Einstellung was mitnehmen kann!
Ansonsten ist es so, einfacher ist es für mich mit den Kindern, denn das sind halt Kinder und meine Gastmutter ist halt in diesem Fall mein Boss, von daher...
England:
So! Alles in allem war England das absolut richtige Land, ich hätte mir kein Besseres wünschen können. Ich musste meine Meinung über die Engländer gründlich revidieren. Bevor ich herkam, dachte ich, die Engländer seien wie die Amis, aber das sind sie gar nicht! Was mich richtig überrascht hat, wie aufgeschlossen sie sind! Wenn man irgendwo ist, und schaut sich um die ein Fragezeichen, wird man angesprochen, ob man einem helfen kann! An der Kasse im Supermarkt wird man ganz zuvorkommend behandelt und nicht wie in Deutschland oft sehr verbiestert... Es ist wirklich schon anders, das hat mir auch an den Amis schon immer sehr gefallen! Ansonsten ist hier zwar offensichtlich viel anders, aber doch vieles gleich! Man merkt halt, dass es Europäer sind und auch wenn man sie auf der "falschen" Straßenseite fahren und mit Pfund zahlen, sind das so ziemlich die einzigen Unterschiede! Ich hab mich hier nach 3,4 Wochen schon echt heimisch gefühlt und nichts war mehr ungewohnt! Nicht, dass man beim Busfahrer vorher aussteigt und sich bedankt! Nicht, dass man wenn man Rad fährt, froh sein kann, wenn man es überlebt!
Allgemein:
So! Des weiteren, es ist halt ein Auslandsjahr, das heißt natürlich, man geht weg von Hause, muss sich neue Freunde suchen, trifft auf neue Menschen, eine fremde Kultur, neue Umgebung und muss lernen, damit umzugehen! Ich hatte zwar ziemliche Angst davor, aber es fiel mir nicht wirklich schwer! In und um Guildford herum sind hunderte andere AuPairs, was es mir ziemlich leicht machte. Des weiteren bin ich ja zum Volleyballverein gegangen, was mich wiedernoch anderen Menschen nahe gebracht hat! Und es war und ist ganz großartig! Ich hab total tolle Leute getroffen - Volleyball in England findet auf einem anderen Niveau als in Deutschland statt und die wenigsten Vereinsmitglieder sind englisch, aber das macht es umso toller! Multi-Kulit sozusagen, auch, dass ich einmal mindestens Mixedtraining gemacht habe - bedeutet, dass man den anderen Teams viel naher ist als in Deutschland! Das ist schon sehr cool! Klar ist die Qualität eine andere, aber das war mir vorher auch klar, ich war ja schon überhaupt froh, dass ich spielen konnte und dann gleich so aufgenommen zu werden, war hervorragend! Von der ersten Minute an war ich nicht jemand, der eh in 9 Monaten wieder verschwunden ist, sondern wurde behandelt, als wär ich hingezogen und für immer da :) Diese ganzen Menschen werd ich besonders vermissen...
Zum College, sogar College hat mir Spaß gemacht! Es war echt cool, die Sachen zu lernen - oder sagen wir, sie wieder zu lernen - die man die ganze Zeit anwendet! Ich gehe davon aus, und bekomme das auch oft genug bestätigt, dass mein Englisch echt gut geworden ist! Selbst kann ich das kaum feststellen! Klar merke ich, dass ich sehr flüssig spreche und dass ich gar nicht nachdenken muss, die Worte kommen einfach! Was mir jedoch immernoch fehlt ist diese Vocabulary range, die ich mir erträumt hatte! Ich denke, dafür muss man schon richtig zur Schule oder zur Uni gehen! Aber es hat schon total viel geholfen und ich denke, ich kann mich dem Englischstudium stellen :) Verstehen tu ich jedenfalls fast jedes Wort und das wird dann ja im Studium vielleicht auch besser!
Ansonsten, was hab ich vergessen? Autofahren? Das kann man lernen, das einzige, was immernoch komisch ist, ist die Straße überqueren! Ich hab am Anfang immer in die falsche Richtung geschaut und wäre auch mal fast überfahren worden. Ich hab mir deshalb angewöhnt, in beide Richtungen zu schauen, denn ich weiß immernoch nicht, wie es richtig ist! (Ist ja nicht so, dass ich keine Links-Rechts-Schwäche eh schon habe ;)) Aber das geht glaub ich den meisten so, weil es ja angelernt ist, seit man klein ist! Auf das meiste kann man sich einstellen! Was ist immernoch abartig finde, ist das cooked breakfast... Aber das gibts hier in meiner Familie gott sei Dank nicht! Baked Beans werden nur zum Mittag oder Tea gegessen, das einzig warme Frühstück ist Porridge, und das find ich auch sehr lecker! Ich bin aber weiterhin bei meinem Müsli geblieben! :) Also, wie ihr seht, es gibt viel in England zu sehen, ich hab nicht wirklich soviel Sightseeing gemacht wie ich hätte tun sollen - und ich kann auch genau deshalb sagen: Ich komme wieder, keine Frage!
Ich hab England lieben gelernt, aber AuPair war so anstrengend, es ist gut, dass es wieder anders herum geht! Aber es hat mir viel gegeben - bzw. die Kinder haben mir viel gegeben! Es ist schon sehr süß, immer umarmt zu werden :)
Auch ich denke, ich hab mich sehr verändert, und wenn es nur meine Einstellung zu mir selbst verändert hat, dann hat das für mich selbst viel gebracht! Wer mich kennt, der wird diesen Satz verstehen ;) Ich hoffe, dass es euch auch auffällt, wenn ihr mich wiederseht, denn es ist nun sehr bald soweit! Wenn wir heute in einer Woche schreiben, dann befinde ich mich schon fast auf dem Nachhauseweg und es gibt so irrsinnig viele Sachen auf die ich mich freue, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll!
Ich hab euch alle sehr sehr vermisst und freue mich, alle wiederzusehen!
Ich hoffe, euch gefällt es! Über einen Kommentar würd ich mich freuen!
Bis dann,
eure Kathleen
vielleicht seid ihr gespannt drauf, vielleicht auch nicht...
Zu meiner Zusammenfassung: Ich könnt da wahrscheinlich Stunden drüber philosophieren, aber vielleicht schaffe ich ja, es relativ kurz zu halten!
GANZ KURZ:
ES HAT MIR VIEL GEBRACHT UND MICH HOFFENTLICH MERKBAR VERÄNDERT (ICH MERKE ES JEDENFALLS) UND ICH WÜRD ES IMMER WIEDER GENAUSO MACHEN - EGAL WAS JETZT KOMMT!
zum AuPair:
AuPair ist ein Knochenjob, es ist nicht immer einfach, genau das sollte man vorher wissen, wenn man sich für soetwas entscheidet! Ich glaube, ich gehöre zu denen, die an diesen Job - und genau als das sollte man es vielleicht sehen - sehr realistisch drangegangen sind, und trotzdem was er noch anstrengender als ich es mir gedacht habe!
Man lebt halt in einer fremden Familie und bekommt alles mit - wirklich alles! Und man ist als Hilfe in dieser Familie, was auch bedeutet, dass man immer der Doofe sozusagen ist!
Sowas wie: Meine Gastmutter kommt nach 8 Monaten morgens in die Küche und sagt: Hattest du damals eigentlich eine Liste mit Aufgaben? Und ich: nee! Sie: okay, du hast nämlich einige Sachen nicht gemacht, die du hättest machen sollen! Ich schreib eine und geb sie Betty, heißt, in den nächsten 2 Wochen sind die Sachen vielleicht anders! - hätte sie mir ja nichtmal vor 7 Monaten oder so sagen können?! Ich hab mich auch nur ganz leicht vor den Kopf gestoßen gefühlt!
Klingt sehr negativ - ich weiß - das ist es nicht, denn, es hat auch seine tollen Seiten! Die Kinder - und in meinem Falle gerade Ottie (die Kleine) - hat mir unwahrscheinlich viel gegeben!
Vielleicht ist es das gebraucht werden, oder auch das lieb haben, ich weiß es nicht! Und gerade sie mit ihrer Diabetes - sie hadert nicht damit, weil sie einfach nicht weiß, wie das geht! Ich hoffe, dass ich davon noch viel mitnehmen kann!
Izzy ist einfach wahnsinnig offen und lässt sich sofort auf neue Leute ein, was bei Ottie anders ist, und sie hat auch alle Menschen immer sofort sehr gern! Ich hoffe, dass ich von ihrer positiven Einstellung was mitnehmen kann!
Ansonsten ist es so, einfacher ist es für mich mit den Kindern, denn das sind halt Kinder und meine Gastmutter ist halt in diesem Fall mein Boss, von daher...
England:
So! Alles in allem war England das absolut richtige Land, ich hätte mir kein Besseres wünschen können. Ich musste meine Meinung über die Engländer gründlich revidieren. Bevor ich herkam, dachte ich, die Engländer seien wie die Amis, aber das sind sie gar nicht! Was mich richtig überrascht hat, wie aufgeschlossen sie sind! Wenn man irgendwo ist, und schaut sich um die ein Fragezeichen, wird man angesprochen, ob man einem helfen kann! An der Kasse im Supermarkt wird man ganz zuvorkommend behandelt und nicht wie in Deutschland oft sehr verbiestert... Es ist wirklich schon anders, das hat mir auch an den Amis schon immer sehr gefallen! Ansonsten ist hier zwar offensichtlich viel anders, aber doch vieles gleich! Man merkt halt, dass es Europäer sind und auch wenn man sie auf der "falschen" Straßenseite fahren und mit Pfund zahlen, sind das so ziemlich die einzigen Unterschiede! Ich hab mich hier nach 3,4 Wochen schon echt heimisch gefühlt und nichts war mehr ungewohnt! Nicht, dass man beim Busfahrer vorher aussteigt und sich bedankt! Nicht, dass man wenn man Rad fährt, froh sein kann, wenn man es überlebt!
Allgemein:
So! Des weiteren, es ist halt ein Auslandsjahr, das heißt natürlich, man geht weg von Hause, muss sich neue Freunde suchen, trifft auf neue Menschen, eine fremde Kultur, neue Umgebung und muss lernen, damit umzugehen! Ich hatte zwar ziemliche Angst davor, aber es fiel mir nicht wirklich schwer! In und um Guildford herum sind hunderte andere AuPairs, was es mir ziemlich leicht machte. Des weiteren bin ich ja zum Volleyballverein gegangen, was mich wiedernoch anderen Menschen nahe gebracht hat! Und es war und ist ganz großartig! Ich hab total tolle Leute getroffen - Volleyball in England findet auf einem anderen Niveau als in Deutschland statt und die wenigsten Vereinsmitglieder sind englisch, aber das macht es umso toller! Multi-Kulit sozusagen, auch, dass ich einmal mindestens Mixedtraining gemacht habe - bedeutet, dass man den anderen Teams viel naher ist als in Deutschland! Das ist schon sehr cool! Klar ist die Qualität eine andere, aber das war mir vorher auch klar, ich war ja schon überhaupt froh, dass ich spielen konnte und dann gleich so aufgenommen zu werden, war hervorragend! Von der ersten Minute an war ich nicht jemand, der eh in 9 Monaten wieder verschwunden ist, sondern wurde behandelt, als wär ich hingezogen und für immer da :) Diese ganzen Menschen werd ich besonders vermissen...
Zum College, sogar College hat mir Spaß gemacht! Es war echt cool, die Sachen zu lernen - oder sagen wir, sie wieder zu lernen - die man die ganze Zeit anwendet! Ich gehe davon aus, und bekomme das auch oft genug bestätigt, dass mein Englisch echt gut geworden ist! Selbst kann ich das kaum feststellen! Klar merke ich, dass ich sehr flüssig spreche und dass ich gar nicht nachdenken muss, die Worte kommen einfach! Was mir jedoch immernoch fehlt ist diese Vocabulary range, die ich mir erträumt hatte! Ich denke, dafür muss man schon richtig zur Schule oder zur Uni gehen! Aber es hat schon total viel geholfen und ich denke, ich kann mich dem Englischstudium stellen :) Verstehen tu ich jedenfalls fast jedes Wort und das wird dann ja im Studium vielleicht auch besser!
Ansonsten, was hab ich vergessen? Autofahren? Das kann man lernen, das einzige, was immernoch komisch ist, ist die Straße überqueren! Ich hab am Anfang immer in die falsche Richtung geschaut und wäre auch mal fast überfahren worden. Ich hab mir deshalb angewöhnt, in beide Richtungen zu schauen, denn ich weiß immernoch nicht, wie es richtig ist! (Ist ja nicht so, dass ich keine Links-Rechts-Schwäche eh schon habe ;)) Aber das geht glaub ich den meisten so, weil es ja angelernt ist, seit man klein ist! Auf das meiste kann man sich einstellen! Was ist immernoch abartig finde, ist das cooked breakfast... Aber das gibts hier in meiner Familie gott sei Dank nicht! Baked Beans werden nur zum Mittag oder Tea gegessen, das einzig warme Frühstück ist Porridge, und das find ich auch sehr lecker! Ich bin aber weiterhin bei meinem Müsli geblieben! :) Also, wie ihr seht, es gibt viel in England zu sehen, ich hab nicht wirklich soviel Sightseeing gemacht wie ich hätte tun sollen - und ich kann auch genau deshalb sagen: Ich komme wieder, keine Frage!
Ich hab England lieben gelernt, aber AuPair war so anstrengend, es ist gut, dass es wieder anders herum geht! Aber es hat mir viel gegeben - bzw. die Kinder haben mir viel gegeben! Es ist schon sehr süß, immer umarmt zu werden :)
Auch ich denke, ich hab mich sehr verändert, und wenn es nur meine Einstellung zu mir selbst verändert hat, dann hat das für mich selbst viel gebracht! Wer mich kennt, der wird diesen Satz verstehen ;) Ich hoffe, dass es euch auch auffällt, wenn ihr mich wiederseht, denn es ist nun sehr bald soweit! Wenn wir heute in einer Woche schreiben, dann befinde ich mich schon fast auf dem Nachhauseweg und es gibt so irrsinnig viele Sachen auf die ich mich freue, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll!
Ich hab euch alle sehr sehr vermisst und freue mich, alle wiederzusehen!
Ich hoffe, euch gefällt es! Über einen Kommentar würd ich mich freuen!
Bis dann,
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